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Richtige zahngesunde Ernährung

Die Empfehlungen für eine zahngesunde Ernährung unterscheiden sich eigentlich nicht von jenen, welche von Medizinern für eine bewusste Ernährung im Allgemeinen ausgesprochen werden. Ein abwechslungsreicher Speisezettel, zusammengestellt aus allen Lebensmittelgruppen, ist die beste Grundlage für eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen.

Langsames und festes Kauen

Zu einer karieshemmenden Ernährungsweise gehört auch ein langsames und sorgfältiges Kauen fester Lebensmittel. Da der Körper nur jene Teile erhält, die jeweils beansprucht werden, ist eine gesunde und ausgewogene Kost nicht nur für den Gesamtorganismus, sondern besonders auch für den Zahnhalteapparat wesentlich. Dieser ist hauptsächlich für den effektiven Gebrauch bestimmt (siehe: Der Zahnhalteapparat). Daher schaden breiige Kost, zerkochtes Fleisch und die Gewohnheit, Nahrungsbrocken hastig und fast unzerkaut hinunterzuschlingen, dem Kauorgan des Menschen ungemein.

Vitamine und Mineralstoffe

Mit der Nahrung werden dem Organismus Nährstoffe zugeführt, die zum Überleben unbedingt notwendig sind. Im Zusammenhang mit der Zahngesundheit ist der Bedarf an Vitaminen (im besonderen A, D, C) und Mineralstoffen (Calcium, Phosphat, Magnesium und vor allem Fluorid) hervorzuheben. Vitamine und Mineralstoffe liefern keine Energie, dennoch ist der Organismus auf ihre Aufnahme angewiesen, um funktionieren zu können. Werden diese Nährstoffe in zu geringen Mengen aufgenommen, kommt es zu Mangelerscheinungen.

Fluoridprophylaxe

Die optimale Zufuhr von Fluorid während der Zahnentwicklung bewirkt, dass vermehrt Fluorid in die Zahnhartsubstanzen eingebaut wird. Fluoride erhöhen die Kariesresistenz im Zahnschmelz. Neben dem Einsatz von Fluoridtabletten sowie dem Angebot von fluoridiertem Speisesalz kommt der Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten in diesem Zusammenhang die größte Bedeutung zu. In jedem Falle sollte aber bei diesen Fragestellungen der Zahnarzt konsultiert werden.

Zucker

Unter den Nahrungsfaktoren sind die Konsistenz zuckerhaltiger Produkte, die Häufigkeit der Aufnahme und ihre Verweildauer in der Mundhöhle von entscheidender Bedeutung für das Auftreten von Karies. Ca. 70 % der vergärbaren Kohlenhydrate sind in unserer Nahrung versteckt, deshalb kann man den Zuckerkonsum nicht völlig vermeiden. Viele Lebensmittel können Anlass zu einem kariogenen Angriff auf die Zahnhartsubstanz geben. Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit und Mannit bewirken eine geringere Säureproduktion als Saccharose (=Haushaltszucker). Sie sind daher auch in sogenannten 'zuckerfreien' Lebensmitteln enthalten. Zu beachten ist dabei, dass bereits 20 - 40 g / Tag bei Kindern Durchfall auslösen können. Kariesentstehung wird im Übrigen weniger von der Menge des Zuckers als vielmehr von der Häufigkeit des Verzehrs und der Verweildauer im Mund bestimmt. Je häufiger der Konsum und je länger die Verweildauer von Zucker im Mund, umso größer der Schaden. (Bitte KEIN Dauernuckeln des gesüßten Kindergetränkes, KEIN Verzehr eines Dauerlutschers, KEIN Zwischendurchnaschen von klebrigen Süßwaren!)

Bei Äpfeln, Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Wein u.a. finden wir zusätzlich zum Zucker natürliche Säuren. Diese verursachen einen Säureangriff auf die Zähne, der noch stärker ist als der durch Bakteriensäuren. Diese Säuren können allerdings keine Karies verursachen, die nur entstehen kann, wenn Bakterien im Spiel sind. Trotzdem gilt: Unmittelbar nach dem Verzehr dieser Lebensmittel NICHT die Zähne putzen, weil die Säure die Schmelzoberfläche angreift und beim Zähneputzen daher 'erweichtes' Material 'weggeputzt' werden würde.